Übungsfährte

Über die Art und Weise wie geübt werden soll gibt es viel Literatur, Erfahrungen und Meinungen. Ich habe mir mitunter sehr viel Gedanken über das Fährtenmaterial gemacht. Meiner Meinung nach wird dem Fährtenmaterial oft zu wenig Achtung geschenkt.

 

Nach nun 30 jähriger Erfahrung als Jäger, Wildhüter und aktiver Schweisshundeführer habe ich viel ausprobiert und viel Erfahrung gesammelt.

 

Am Anfang meiner "Schweisshundekariere" wurde (meist aus Bequemlichkeit) mit Rinderblut geübt, und die Belohnung war eine Wurst. Dabei waren bei meinen ersten zwei Vierbeiner Verleitfährten leider immer ein Problem, und das Interesse an den Übungsfährten hielt sich nach und nach in Grenzen. Weil ich Zugang zu Wildschweiss hatte und habe, begann ich mit Wildschweiss zu experimentieren. Ich glaube nun für mich und meinem Vierbeiner das optimale Fährtenmaterial zu haben. Bei meinem dritten Kamerad den ich mittlerweile führe sind Verleitfährten kein Thema, und die Motivation ist bei Übungsfährten gleich wie bei einer echten Nachsuche!

 

Mein Fazit über Fährtenmaterial:

 

Ausschliesslich mit Wildschweiss üben.

Wir wollen Wild finden, und da liegt es auf der Hand auch mit Wildschweiss zu üben. Drogenspürhunde werden auch auf echte Drogen abgerichtet, weil sie Drogen finden sollen, und nicht etwa Mehl oder dergleichen.

 

Wenn möglich immer Schweiss, Verweiser und Belohnung vom gleichen Stück verwenden.

Das Verwenden von Fährtenmaterial vom gleichen Stück Wild fördert die Individualisierung der Fährte auf höchstem Masse. Das Fährtenmaterial von Unfallwild ist zudem wie bei angeschweisstem Wild mit Stresshormonen kontaminiert.

 

Abwechslungsweise mit verschiedenen Wildarten arbeiten.

Abwechslung beim Fährtenmaterial hält dein Hund bei Laune und fördert die Motivation.

 

Ich möchte mein Fährtenmaterial nun auch Dir anbieten!